25|02|10
Denkmalgeschützter Sendesaal – denkmalwürdiges Fettes Brot
Dies war ein Gruß an alle Rap-Kollegen – dies war der Street Gig von Fettes Brot in Berlin! Gestern rief das Hamburger HipHop Trio lautstark die „Fettes Brot Diktatur“ aus und verlieh dem Funkhaus Nalepastraße doppelten Denkmalstatus - nun nämlich auch in der weiten Welt der Wortgewalt.
Nachdem die Brote ihr Gelée Royale in Konzertformat mit „Erdbeben“, „Da Draußen“ und „Bettina“ eröffnet hatten, wurden auch die letzten Zweifel der 650 Fans per Boxen-Weg aus dem Raum geschmettert, denn, Achtung bitte merken: „Wir sind nicht George Michael!“
„Sein oder nicht sein“ war auch im weiteren Verlauf des Abends die soundgewaltige Frage, auch wenn Björn Beton, Doc Renz und König Boris die Antwort selbst längst kennen: „Der beste Rapper Deutschlands ist offensichtlich ich.“ Davon sichtbar überzeugt war auch die elfköpfige Band, diese nämlich leben die Show genauso wie die drei Duracell-Rapper aus der vorderen Reihe - selbst wenn die Musiker angeblich einst mit Überraschungseiern zum Mitmachen bestochen wurden.
Nachdem die Crowd vor der Bühne spätestens bei „Emanuela“ mit dem Mittanz-Virus infiziert war, kochten schließlich auch noch die Emotionen hoch: Beim Songjuwel „Das Allererstemal“ kam es zur Essenz des Ganzen – der großen Liebe! So erklärte der König mit Namen Boris offenherzig, dass er dem Fettes Brot Deal vor genau 18 Jahren sowieso nur wegen der Aussicht auf zahlreiche weibliche Fans zugestimmt habe…
Zum Höhepunkt des Abends wurde „Jein 2010“, denn da zogen nicht nur beim ein oder anderen Zuschauer die vergangenen Party-Jahre sehnsuchtsvoll vorm inneren Auge vorbei – auch Fettes Brot feierten sich gebührenderweise nochmals doppelt. Als passende Geste zu diesem großen Moment zückte Björn Beton während der letzten Takte des Alltime-Krachers Goldglitter aus der Hosentasche. Die T-Mobile Street Gigs sagen Danke für einen grandiosen Gig!

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