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Tanzschule Bothe Hannover
Heutzutage sieht man vieles als selbstverständlich an und vergisst schnell, dass man was Tolles geboten bekommen hat, deswegen möchte ich mich mit meinem kleinen Bericht zum Jan Delay Konzert noch mal ganz herzlich bei euch bedanken.
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Ich hatte Jan Delay & Disko No.1 auf dem Haldern Pop zum ersten Mal live gesehen und war dermaßen begeistert, dass ich mir fest vorgenommen hatte, noch in diesem Jahr ein Einzelkonzert zu besuchen. Dummerweise war ich mal wieder viel zu spät dran und musste mit Entsetzen feststellen, dass die beiden für mich in Frage kommenden Konzerte in Dortmund und Köln bereits ausverkauft waren. Also was tun?
Mein Kumpel Frank erzählte mir von eurer Street Gigs Seite und ich habe mich einfach mal registriert. Jetzt muss ich dazu sagen, dass ich in meinem ganzen Leben noch nie etwas gewonnen habe und mir deswegen auch nicht wirklich große Hoffnungen gemacht habe, andererseits hatten Frank und ich beschlossen, wenn einer von uns gewinnen sollte, den jeweils anderen mitzunehmen. Die Chance war also größer.
Und was passiert? Ich hab gewonnen, ich, ja ich! Hammer! Ich war also eingeladen, oder, um es mit den Broten zu sagen: „auf dem besten aller Feste auf der Gästeliste eingetragen“. Frank und ich waren also höchsterfreut, hatten bei unserer „Absprache“ allerdings eine Kleinigkeit vergessen: unsere Freundinnen. Na super! Der Ärger war groß, aber Versprechen muss man halten und so bekamen wir nach einigem Hin und Her die „offizielle Freigabe“ unserer Holden für das Konzert in Hannover.
Also ab in den Zug, dann in die U Bahn und auf zum Tanzhaus Bothe, in dem das Konzert stattfand.
Das man eine wilde Ansammlung von Punkten in einer SMS als Eintrittskarte nutzen kann, war mir zwar neu, klappte aber vollkommen reibungslos und statt muffeliger Kartenabreisser traten uns hübsche junge Damen entgegen, die uns Schlüsselbänder mit laminierten VIP Karten um den Hals legten und wir fühlten uns wie bei der Ankunft auf Hawaii, zumindest wenn man den Filmen darüber Glauben schenken darf.
Das Tanzhaus Bothe selbst war beileibe kein gewöhnlicher Auftrittsort für eine Band, wenn man mal bedenkt, dass man mit Tanzschule eher Mumienschieben, als fette Beatz verbindet. Aber irgendwie passt eine Kapelle, die sich Disko No.1 nennt, dann ja eigentlich doch ganz gut und wie die riesige Bühne in den kleinen Saal platziert war, war schon mal schwer beeindruckend. Statt des üblichen Aufbaus an der Kopfseite der Halle war die Bühne über die komplette Länge des Tanzsaals aufgebaut. Dadurch hatte man selbst im ungünstigsten Fall höchstens 10 Meter Entfernung bis zur Bühne. Oben gab es noch eine Galerie, auf der wir uns aber nur sehr kurz aufgehalten haben, weil wir viel lieber genießen wollten, hautnah an der Band stehen zu können Die LED Wand im Hintergrund der Bühne war zwar nur schwer zu entziffern, aber das lag einzig und allein daran, dass man einfach zu nah am Geschehen war. Also auch hier volle Punktzahl. Geil.

Kurz nach Acht betrat dann der Chefstyler den Tanzsaal und legte auch gleich los wie die Feuerwehr. Ein begnadeter Mix aus Songs seiner beiden Soloalben, alten Beginner Stücken im Funky Style, dazu das phänomenale TürlichTürlich in Cameo Verpackung. Herrlich! Das Publikum war nicht weniger gemischt als die Musik. Vom Jungspund über uns „Mittelalte“ bis hin zum Mittvierziger, vom Hip Hopper über die Funkfraktion bis hin zum Reggae Fan.
Schon nach wenigen Minuten herrschte kollektive Tanzwut und allerbeste Laune. Wir beide mittendrin und hier rächte sich dann, dass ich mit meinem Kumpel und nicht mit meiner Freundin dort war, denn ich tanze wesentlich lieber mit ihr. Aber an so einem Abend isst man eben das, was auf den Tisch kommt und das war in dem Fall nun mal der vor Schweiß triefende Frank. Gut, dass ich mit dem nicht im Quiztaxi (wer da war, wird’s verstehen) sitzen musste.
Ganz ehrlich: Egal ob Musik, Ambiente, das Entertainment vom Herrn Delay oder die phänomenal gute Band, alles war wirklich vom allerfeinsten. Dazu ein wirklich brillanter Sound und die angenehm unaufdringliche Art der Markenpräsentation, wir haben den Abend unglaublich genossen und waren am Ende völlig baff, dass schon zwei Stunden vergangen waren und die Party zu Ende ging. Die Zugaben haben wir natürlich noch sehr gerne mitgenommen, bevor wir uns auf den Weg nach Hause machen mussten. Die Rückfahrt bestand dann aus ca. 130 dahergehechelten „War das geil!“, 200 „Krass!“ und jeder Menge „Respekt!“ die in einem Dauergrinsen endeten. Was die anderen Fahrgäste über uns gedacht haben, weiß ich nicht wirklich, aber entweder waren die neidisch oder hielten uns für völlig irre. Das war uns aber auch völlig egal, denn wir beide waren einhellig der Meinung, dass wir an diesem Abend eines der besten Konzerte unseres Lebens gesehen hatten.
MEIN FAZIT:
Also ihr Lieben, zum Abschluss noch einmal: Ganz, ganz herzlichen Dank für diese wirklich exklusive Veranstaltung, für diesen Wahnsinns-Künstler und ganz besonders dafür, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben etwas gewonnen habe.