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01|09|10

Madsen im Interview: Von tanzenden Stewardessen & maximalen Kletterhöhen

Die rasenden Reporter der Telekom Street Gigs haben Ende Juni Madsen zum Interview in Berlin getroffen und stimmen sich schon mal auf das Konzert am 25. September in der Kletterhalle Ludwigshafen ein! Hier gibt’s den ersten Teil des Gesprächs zum Nachlesen:

Hi Madsen! 2008 habt ihr bei eurem ersten Telekom Street Gig in einem Hamburger Flughafen Terminal gespielt. Was blieb davon besonders in Erinnerung?

Sascha: Bei unserem letzten Street Gig kann ich mich am Besten daran erinnern, wie dieses riesige Flugzeug direkt über uns losgedonnert ist. Das war sehr beeindruckend.
Johannes: Wir haben den ganzen Tag dort verbracht und eine super Rundfahrt über diesen ganzen Flughafen gemacht. Was erstmal ein wenig langweilig klingt, aber doch sehr interessant war. Wir haben so ein oldschool - Flugzeug aus den 50ern begutachtet und uns einfach einen Spaß daraus gemacht und uns am Rand der Startbahn auf den Boden gelegt und haben die Flugzeuge über uns donnern lassen.
Sascha: Wie bei Wayne´s World.
Niko: Das wirklich Interessante daran war im Prinzip das Konzert, weil das was ganz anderes war. Nicht irgendwo in einem Club zu spielen, wo schon tausende Konzerte stattfanden, sondern einfach in einem Raum, wo sonst nie Konzerte sind oder Leute, die auf Musik abfahren…. sondern Terminals und Abfertigungshallen.
Sebastian: Ich erinnere mich an Stewardessen, die zu unserem Konzert getanzt haben. Das sah sehr schön aus.

Beim kommenden Street Gig am 25. September werdet ihr in einer Kletterhalle spielen. Habt ihr Höhenangst?

Niko: Wir müssen uns ja nicht bis ganz nach oben begeben. Dort wird ja voraussichtlich eine Bühne aufgebaut sein, die nicht höher als einen Meter ist und das sind wir gewohnt. Diese Höhe ertragen wir noch. Alles was so über zwei oder drei Meter geht, wird dann schon beängstigend.
Sascha: Wir gucken uns das gerne an, aber hochklettern müssen wir da nicht, glaube ich.
Sebastian (schmunzelt): Alles was unter fünf Meter ist, da geh ich rauf. Das ist mein Statement dazu...

Ihr wart aber selber noch nicht in einer Kletterhalle oder im Gelände, um das zu versuchen?!

Sascha: Bei der Expo war ich in so einem Park, wo so eine Kletterwand war. Da habe ich mich davor gestellt und gedacht: „Nee, das ist viel zu hoch“ und bin wieder weggegangen. Das war mein Erlebnis.
Niko: Ich war vor zwei oder drei Jahren in einer Kletterhalle. Das war allerdings nicht mit Anseilen, sondern das nennt sich dann „Buldern“, wo dann dicke Matten unten liegen. Das sind dann auch nur so vier bis fünf Meter Höhe. Das hat auf jeden Fall richtig Spaß gemacht und ich hatte eine Woche lang tierischen Muskelkater in jeder einzelnen Faser meines Körpers.
Sascha: Ein sehr netter junger Mann aus meinem Freundeskreis, der tatsächlich auch Kletterer ist, der im Übrigen auch keine Freundin hat, hat betont, dass die Halle in Ludwigshafen einen sehr guten Ruf hat und dass er es dort sehr nett fand.
Sebastian: Na, dann soll er doch mitkommen und dann können wir dort vielleicht was machen mit ihm und einer jungen Dame.
Sascha: Vielleicht geht da ja was gästelistenmäßig….

Ihr habt auf dem Hurricane Festival gespielt und natürlich auch schon in kleineren Clubs. In Ludwigshafen werden so ungefähr 500 Leute sein. Merkt ihr da auch einen Unterschied beim Spielen oder ist das völlig egal, wie viele Menschen vor euch stehen?

Sebastian: Es wird ab einer bestimmten Anzahl von Menschen unrealistisch und sehr unübersichtlich. Wie jetzt gerade das Hurricane Festival und Southside, da haben wir auf der Bühne nur phasenweise wahrgenommen, was da eigentlich passiert ist. Das ist auch wunderschön, vor allen Dingen, wenn du dich im Nachhinein damit beschäftigst, das mal sacken lässt und dann denkst: „Alter, war das gerade ein Triumphzug. Das ist einfach ein Ritterschlag.“ Und das schönere an so Clubs ist einfach, dass du 500 Leute hast, auf die kannst du dich konzentrieren. Die sind dann wahrscheinlich auch wegen uns da und wegen keiner anderen Band. Das ist eine Atmosphäre, die absolut einzigartig und toll ist. Also wir würden selbst als Stadion-Rockband immer wieder in den kleinen Club zurückkehren wollen. Einfach um diese Atmosphäre nicht zu verlieren.
Johannes: Wobei das jetzt auch eine Kletterhalle ist und kein Club. Du meinst, wenn das auf eine Personenzahl begrenzt ist. Es ist schon immer so, dass sowas wie ein Flughafen oder auch eine Kletterhalle etwas Besonderes hat von der Location her. Die Leute kommen dahin und normalerweise wird dort geklettert und geschwitzt. Geschwitzt wird bei uns auch, aber nicht unbedingt geklettert, sondern zugehört und getanzt. Für uns wird das glaube ich auch irgendwie etwas Besonderes. Da wird zwar eine Bühne stehen aber das ist halt das ganze Drumherum. Das ist etwas ganz anderes und das merkt man dann auch schon.

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